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Was Reinheit bei Peptiden bedeutet

Die Reinheit eines Peptids wird in Prozent angegeben, zum Beispiel 98 %. Gemessen wird sie mit Flüssigkeitschromatographie (HPLC). Das Gerät trennt die Probe in ihre einzelnen Bestandteile und zeigt, welcher Anteil davon auf den Hauptstoff entfällt.

Die gelöste Probe wird unter hohem Druck durch eine dünne Säule gepresst, die mit feinen Partikeln gefüllt ist. Jeder Bestandteil hält sich darin unterschiedlich lange auf, sodass sie nacheinander aus der Säule austreten. Ein Detektor am Ende misst, wie viel ultraviolettes Licht sie absorbieren, und zeichnet eine Kurve mit Spitzen. Die Reinheit ist die Fläche der Hauptspitze geteilt durch die Fläche aller Spitzen zusammen.

Den Rest bilden vor allem verwandte Peptide, die bei der Synthese entstanden sind. Manchen fehlt eine Aminosäure, andere sind etwas kürzer oder tragen noch eine chemische Gruppe, die hätte entfernt werden sollen.

Die Prozentzahl allein sagt noch nicht, ob es das richtige Molekül ist. Das prüft die Massenspektrometrie, die die Masse des Moleküls misst und mit der erwarteten vergleicht.

Und noch etwas: Das Pulver im Fläschchen enthält neben dem Peptid auch Wasser und Salze. Eine hohe Reinheit bedeutet deshalb nicht, dass die gesamte Einwaage Peptid ist. Der Peptidgehalt wird gesondert gemessen und liegt meist irgendwo zwischen 60 und 90 %. Ein gutes Zertifikat nennt deshalb beide Zahlen, Reinheit und Gehalt.

Forschungspeptide
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